Nächster Start ist im Oktober 2021

Postgraduales Studienprogramm: Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (KJB)


Das Fachgebiet für Psychoanalyse und das Fachgebiet für Soziale Therapie der Universität Kassel bieten in Kooperation mit dem Alexander-Mitscherlich-Institut Kassel e.V. und dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (DPG/VAKJP) Kassel das postgraduale Studienprogramm "Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen" an.

Es ist auf zwei Jahre (vier Semester) angelegt, berufsbegleitend organisiert (mittwochs abends und am Wochenende) und dient der beruflichen Weiterqualifizierung von PädagogInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen u.ä. Berufsgruppen.

Das postgraduale Studienprogramm orientiert sich in seinen theoretischen Inhalten an den Psychotherapie-Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im psychoanalytischen und tiefenpsychologisch fundierten Verfahren.

Mögliche Berufsfelder bieten Institutionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (z.B. Beratungsstellen, Schulen, Kliniken u.a.).

Überblick

Studiengangsprofil
Studienprogramm Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Abschluss  Universitätszertifikat für Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Typ Berufsbegleitendes postgraduales Studienprogramm
Dauer 4 Semester
Studierende ca. 20 pro Studienjahrgang
Präsenzzeiten Während eines Semesters 10 x mittwochs von 17:30-20:45 Uhr sowie zwei Seminare an ca. 3-4 Wochenenden (freitags abends und samstags).
Studiengangssprache deutsch
Prüfungsleistungen  Präsentationen, Referate, Abschlussprüfung (bestehend aus schriftlichem und mündlichem Teil)
Lehrformate Präsenzveranstaltungen, Kleingruppenarbeit
Studienentgelt  1.560 Euro (390 Euro je Semester) zzgl. ca. 200,- Euro pro Semester für die Balintgruppe
Studienbeginn  nächster Start im Oktober 2021
Prüfungsregularien  Download

Anmeldung

Hier finden Sie das KJB-Bewerbungsformular.

Für die Ausbildung werden folgende Abschlüsse anerkannt:

▪     Diplom-Abschluss im Studiengang Psychologie

▪     Diplom-Abschluss im Studiengang Erziehungswissenschaft

▪     Abschluss im Studiengang Sozialpädagogik/Sozialarbeit

▪     Entsprechende Master-/Magisterabschlüsse im Sinne des § 19 HRG

▪     Entsprechende Bachelor-/Bakkalaureusabschlüsse im Sinne des § 19 HRG

▪     Eine andere abgeschlossene Ausbildung in verwandten Fächern ist auf ihre Gleichwertigkeit zu prüfen

▪     Ausländische Bewerber bedürfen entsprechender Hochschulabschlüsse.

Bewerber sollten vor Beginn der Ausbildung über Erfahrungen in der Arbeit/im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen verfügen. Über die persönliche Eignung befindet der Ausbildungsausschuss aufgrund der Ergebnisse von Bewerbungsinterviews. Die Bewerbung erfolgt schriftlich, mit ausführlichem Lebenslauf und Darstellung der Motive, das Studienprogramm zu absolvieren.

Die Prüfungsregularien können Sie hier herunterladen.

Bewerbungsschluss: 31. August 2021

Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in

▪     theoretische Ausbildung mit Schwerpunkt auf der Psychoanalyse des Kindes- und Jugendalters

▪     Selbsterfahrung und Supervision (verpflichtende Balintgruppe)

▪     Praktika,

▪     Erstdiagnostik

Abschluss

Das Studienprogramm schließt mit dem Universitätszertifikat für Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ab. Ferner ist sie durch das LSA akkreditiert, mit einer Fortbildungsdauer von 32 Tagen, .

Berufsbild

Die psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist ein praktisches Anwendungsgebiet der Psychoanalyse als Wissenschaft vom Unbewussten. Die psychoanalytische Entwicklungspsychologie geht von einer unvermeidbar konflikthaften Natur der menschlichen Entwicklung aus. Psychische Störungen und Konflikte werden als Ausdruck lebensgeschichtlich eingeprägter, unbewusster Konflikte verstanden.

Im Rahmen von Prävention hilft psychoanalytische Beratung als eigenständiger, zumeist zeitlich begrenzter Prozess bei der Bewältigung von Entwicklungskonflikten und damit verbundenen psychischen Auffälligkeiten, bevor es zu einer Verfestigung der Symptomatik, Verinnerlichung der Konflikte und Manifestation einer psychischen Erkrankung kommt.

Bei bestehenden psychischen Erkrankungen kann psychoanalytische Beratung als niedrigschwelliges Behandlungsangebot einen ersten Schritt zum Aufbau einer Motivation für eine Therapie darstellen.

In der Rehabilitation begleitet die psychoanalytische Beratung die Betroffenen nach abgeschlossener Behandlung auf dem Weg zur Reintegration in das alltägliche Leben.

Neben diesen expliziten Beratungstätigkeiten stellt die beraterische Kompetenz mit der damit untrennbar verbundenen selbstreflexiven Kompetenz eine zentrale professionelle Kompetenz für alle pädagogischen und sozialen Berufe dar. Mit dem Studienprogramm „Psychoanalytische Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ können Berufstätige im Bereich der pädagogischen und sozialen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ihre Beratungskompetenz psychoanalytisch fundieren und in den beschriebenen Anwendungsgebieten bei entsprechender Praxiserfahrung selbstständig einsetzen. Das Studienprogramm qualifiziert insbesondere für verantwortliche Tätigkeiten in Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe, Familienhilfe, Sozialhilfe, Schulen und Beratungsinstitutionen für Erwachsene.

Bei weiterführendem Interesse kann es als Einstieg in eine anschließende Ausbildung zum Analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten genutzt werden.

Leitung und Kontakt

 

Akademische Leitung

Prof. Dr. Patrick Meurs, Fachgebiet Psychoanalyse

 
Ausbildungleitung

Prof. Dr. Dr. Rolf-Peter Warsitz

 
Koordination

Ute Ochtendung

Di., Mi, Do., 12-17 Uhr
Tel.: +49 561 804 3610

eMail: psychoanalyse@uni-kassel.de 




In Kooperation:

Fachgebiet für Psychoanalyse und Fachgebiet
für Soziale Therapie der Universität Kassel 

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